Flughafenpolitik (Nachtflüge) in Hessen

Flughafen Frankfurt – Ryanair hat die Hosen an, Landesregierung planlos

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann sieht es als sehr kritisch an, dass die Landesregierung die Zustände am Frankfurter Flughafen beständig duldet. „Im April 2018 gab es am Frankfurter Flughafen nach Presseberichten 40 Landungen von Ryanair nach 23.00 Uhr. Noch in keinem Monat waren es mehr, seit der Billigflieger in Frankfurt Landerechte besitzt. Ryanair hat gegenüber der planlosen schwarz-grünen Landesregierung die Hosen an und offenbart ihre Handlungsunfähigkeit“, so die Abgeordnete.

„Man hat das Gefühl, dass jedes Mal, wenn die Landesregierung auf das Verhalten von Ryanair mit neuem Aktionismus reagiert, die Zahlen erneut schlechter werden. Mehr als jede zweite der 70 Landungen nach 23.00 Uhr im April kommt nun von Ryanair. Diese Bilanz blamiert die Landesregierung schlicht, denn sie hat offensichtlich weder eine Idee noch eine Handhabe gegen diese Entwicklung, die sie mit der Ansiedlung von Ryanair selbst geschaffen hat“, betont Hofmann.

Nach Ansicht ihrer Fraktion knüpfen diese Zahlen an eine geduldete Entwicklung der stetigen Zunahme der Nachtflüge in Frankfurt an, wie sich aus der Antwort auf eine parlamentarische Kleine Anfrage (DS 19/6078/Anlage) ergebe. „Im letzten Jahr fanden mit 724 Landungen zwischen 23.00 und 24.00 Uhr so viele Nachtlandungen statt, wie noch nie am Frankfurter Flughafen. Nach 473 Landungen in 2016 und 336 Landungen in 2015 hat sich die Zahl damit in der Amtszeit der schwarz-grünen Landesregierung mehr als verdoppelt. Die Anwohnerinnen und Anwohner leiden unter dieser Entwicklung erheblich. Eine SPD-geführte Landesregierung wird deshalb nach der Landtagswahl im Herbst eine neue Flughafenpolitik beginnen“, betont die Abgeordnete.