Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann weist auf die Sondersitzung des Hessischen Landtags hin, der am 1. Dezember zu einer Sondersitzung zusammengetreten war, um den 70. Geburtstag des Landes zu begehen.
„Das Land Hessen habe sich erfolgreich entwickeln können, weil es ungeachtet der Verwüstungen durch die Nazi-Herrschaft und des Zweiten Weltkrieges gute Startchancen mitbekommen habe – durch die alliierten Streitkräfte, denen die Befreiung vom Faschismus gelang, und durch die frühen Landespolitiker, die in Hessen den Wiederaufbau von Wohnungen, Industrieanlagen, Straßen, Schienen und Kultureinrichtungen erfolgreich organisierten. Dabei vermittelten sie insbesondere, dass Demokratie Staatsform und Lebensweise zugleich ist“, so die SPD-Politikerin.
Besonders hebt Hofmann das Wirken des langjährigen sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Georg-August Zinn hervor: „Dieser große Ministerpräsident hat unser Land in eine gute, sichere Zukunft geführt, indem er Einheimische und Flüchtlinge zusammenführte. Berühmt geworden ist sein Satz: ‚Hesse ist, wer Hesse sein will‘. Damit hat Georg-August Zinn das weitestgehende Integrationsversprechen abgegeben, zu dem ein deutscher Politiker je bereit war. Denn Zinn ging es um das, was die Menschen zusammenführt, nicht um eine Leitkultur oder um Sprachprüfungen“, unterstreicht die Abgeordnete.
Zukunft zu gestalten sei eine Frage des Willens. Hofmann fordert daher einen neuen Hessenplan, der von Mut zu Reformen getragen werden müsse. „Der 70. Landesgeburtstag sollte für uns nicht nur ein Anlass sein, auf das zurück zu schauen, was wir alle in diesem Land schon geschafft haben. Wir sollten auch in die Zukunft schauen und uns darüber unterhalten, was Hessen jetzt schaffen muss und schaffen kann“, ergänzt sie in diesem Zusammenhang.
In diesem Zusammenhang weist sie insbesondere auf die Sanierung der öffentlichen Infrastruktur, die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gerade in den Ballungsgebieten, die Chancengleichheit in Schulen und Betrieben, sowie die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Land hin.