Nachwuchsmangel bei den Freiwilligen Feuerwehren in Hessen zu befürchten

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann ist in Sorge, dass die abnehmenden Mitgliederzahlen bei den Jugendfeuerwehren die Einsatzfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren im Land gefährde. Nach Auskunft der Landesregierung engagierten sich im Jahr 2014 etwa 25.000 Jugendliche in den hessischen Jugendfeuerwehren, wie sich aus einer parlamentarischen Initiative ihrer Fraktion ergebe.

„Mit dieser Zahl haben wir es mit einem historischen Tiefststand zu tun, der Anlass zur Sorge um die künftige Funktionsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren in unserem Land gibt“, so Hofmann. „Der zuständige Innenminister Peter Beuth (CDU) hat in seiner Antwort eingeräumt, dass die Zahl der Mitglieder in unseren Jugendfeuerwehren von 2006 bis 2014 um mehr als 16 Prozent gesunken ist, von rund 30.000 auf etwa 25.000. Angesichts der besonderen Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehren für die Sicherheit der Menschen in kleineren Gemeinden ist dieser Nachwuchsschwund dramatisch“, betont die SPD-Abgeordnete.

Der Nachwuchsmangel von heute sei der Personalmangel von morgen, warnt die Abgeordnete. „Wenn die jungen Menschen sich nicht mehr für das Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr begeistern lassen, dann geht das zu Lasten der verbliebenen Mitglieder, deren körperliche und psychische Belastung zwangsläufig zunimmt. Solange der Innenminister der Entwicklung nichts entgegensetzt, besteht die Gefahr, dass der Brand- und Katastrophenschutz im ländlichen Raum schon bald nicht mehr gewährleistet werden kann”, so Hofmann. „Wenn es Minister Beuth ernst ist mit dem Brandschutz in unserem Land, muss er in der Konsequenz die Jugendförderung bei der Feuerwehr dringend aufstocken“, fordert die Abgeordnete abschließend.