Hessen weiter nur im Mittelfeld bei Schulbildung

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann sieht nach dem jüngst veröffentlichten Ländervergleich des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB) zu Leistungen von Neuntklässlern in den Fächern Deutsch und Englisch Hessens Schüler und Schülerinnen noch immer lediglich im Mittelfeld. „Hessen holt nicht auf, sondern fällt teilweise stark ab. Während sich das Land beim letzten Vergleich noch zum Teil in der Spitzengruppe platzieren konnte, ist es jetzt nur noch im Mittelfeld zu finden“, kritisiert die Abgeordnete den mangelnden Willen der Landesregierung bessere Voraussetzungen für die Schülerinnen und Schüler zu schaffen.

„Hessen liegt bildungsmäßig in der Mitte, ist im Bundesländervergleich in keinem der getesteten Leistungsbereiche wirklich gut. Mit den Ergebnissen der neuen IQB-Bildungsstudie kann sich Hessen nicht zufrieden geben. Während Brandenburg und Schleswig-Holstein aufholen und einen Sprung nach vorn machen, verharren die Ergebnisse der hessischen Schülerinnen und Schüler im Mittelmaß. Wäre das hessische Bildungssystem top, würde sich dies in Studien wie diesen bemerkbar machen“, so die SPD-Politikerin.

„Auch diese Bildungsstudie belegt, dass über den Bildungserfolg immer noch die soziale Herkunft entscheidet. Während es in Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern offenbar gelungen ist, die soziale Ungleichheit in den Kompetenzbereichen Lesen und Rechtschreibung zu reduzieren, hat sich daran in Hessen nichts geändert. Unser Land läuft damit Gefahr, dass Ungleichheit statt Chancengleichheit in Zukunft zunimmt, wenn die Beschulung von Flüchtlingen weiter vor allem an Haupt- und Realschulen erfolgt“, betont Hofmann.