Grundschullehrerinnen haben bei Schwarz-Grün schlechte Karten

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann weist auf die Antwort der Landesregierung auf die Kleine Anfrage aus ihrer Fraktion betreffend die Besoldung von Grundschullehrkräften hin. „In Hessen unterrichten zehn Mal mehr Frauen (91,5 Prozent) als Männer an Grundschulen. Doch Schwarz-Grün unternimmt nichts, um diesen typischen Frauenberuf aufzuwerten und die mittelbare Diskriminierung von Frauen in diesem Bereich zu beenden – im Gegenteil. Grundschullehrerinnen haben in Hessen schlechte Karten“, kritisiert Hofmann.

„Grundschulen haben in den vergangenen Jahren mit Inklusion, Integration und Ganztagsschulausbau einen immensen Aufgabenzuwachs erlebt. Hinzu kommt das verstärkte zeitliche Engagement von Grundschullehrkräften durch die politisch gewollte stärkere Zusammenarbeit von Grundschulen und Kindertagesstätten ohne Erhöhung des Stundendeputats. Gedankt wurde es den Lehrkräften mit Nullrunden und Besoldungserhöhungen von lediglich einem Prozent“, betont die Abgeordnete weiter.

Wie die Antwort zeige, seien nicht nur neun von zehn Lehrkräften an Grundschulen Frauen, sondern die Hälfte davon in Teilzeit tätig. „Dass sich so viele Frauen sowohl auf die schlechtere Bezahlung als auch auf Teilzeit einlassen, hält die Landesregierung für eine Frage von Gleichberechtigung und Wahlfreiheit in der Studien- und Berufswahl – mit anderen Worten: Wenn sich so viele Frauen für diesen Beruf und die damit verbundene schlechtere Bezahlung entscheiden, ist das selbst gewähltes Schicksal. Das ist beschämend und zeigt, dass die gestiegene Bedeutung der frühen Bildung nur in Sonntagsreden eine Rolle spielt, nicht aber in der Realität der Landesregierung“, so Hofmann abschließend.