Gute Feuerwehrleute benötigen eine gute Bezahlung

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann fordert eine bessere Förderung von Feuerwehrkameradinnen und -kameraden in Hessen. „Die heutige Abwanderung von Feuerwehrleuten nach ihrer Ausbildung ist besorgniserregend. Wenn 26 von 48 ausgebildeten Feuerwehrleuten in Frankfurt den Weg in ein anderes Bundesland suchen, wird deutlich, wie finanziell unattraktiv der öffentliche Dienst in Hessen mittlerweile ist. Nachdem auch die Polizeigewerkschaft über Nachwuchsprobleme wegen der schlechten Besoldung geklagt hat, ist dies eine weitere Konsequenz der gegenwärtigen schwarz-grünen Besoldungspolitik. Mit einem vorgelegten Gesetzentwurf, der lediglich eine ein-prozentige Besoldungssteigerung vorsieht, handelt die Landesregierung weiter entgegen alle Vernunft. Nachhaltige Personalpolitik sieht anders aus“, so die Abgeordnete.

Es sei zwar gut, dass die Stadt Frankfurt das Problem erkannt habe und die Besoldungssituation der Frankfurter Feuerwehrleute verbessern wolle. Aber in erster Linie sei die Landesregierung in der Pflicht, endlich die Vergütung nach Gutsherrenart aufzugeben. „Wir fordern die Übertragung der Tarifergebnisse der Angestellten auch auf die hessischen Beamtinnen und Beamten – und dies 1:1“, betont die SPD-Politikerin.

„Die Feuerwehren sind ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsstruktur für unsere Bürgerinnen und Bürger – diese wichtige Aufgabe muss auch angemessen besoldet werden. Sollte diese Landesregierung nicht endlich einen anderen Weg einschlagen, werden wir erhebliche Probleme bekommen, qualifizierte Kräfte für Feuerwehren und Polizei dauerhaft in Hessen zu halten“, so Hofmann abschließend.