Beitrag der Landesregierung ist ungenügend

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann kritisiert den Beitrag der Landesregierung zum „Bündnis für Ausbildung“ in Hessen als ungenügend. „Es ist zwar positiv anzumerken, dass bei dem nun unterzeichneten Ausbildungsbündnis die Gewerkschaften mit ins Boot geholt worden sind und das Papier auch den Blick auf viele Problemfelder auf dem Ausbildungsmarkt lenkt. Es fehlt aber an entschlossenem Handeln der Landesregierung, um die Probleme anzugehen“, betonte Hofmann.

„Die Landesregierung scheut in vielen Feldern konkrete, überprüfbare Zusagen. So hat sich die hessische Wirtschaft zu klaren Zielen bekannt: Die Schaffung von zusätzlichen 1.500 Ausbildungsplätzen etwa, ist ein lobenswertes Versprechen. Auch die Ankündigung der Kammern, etwa allen Auszubildenden Kontakt zu Ausbildungsberatenden zu verschaffen oder zusätzliche Workshops und Schulungen für einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss einzurichten, sind konkrete Ankündigungen, mit denen man arbeiten kann und an denen man die Wirtschaft und den Ausbildungspakt auch messen kann. Wenn es aber um Maßnahmen geht, die das Land zu ergreifen hätte, gibt es viele Prüfaufträge, statt konkreter Verpflichtungen. Die Landesregierung macht sich hier einen schlanken Fuߓ, so die SPD-Politikerin.

Hofmann mahnt darüber hinaus, dass der fehlenden Passgenauigkeit von Anforderungen der Ausbildungsbetriebe und Ausbildungssuchenden zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt werde. Auch das Übergangssystem zwischen Schule und Beruf werde nicht konsequent genug reformiert. „Das Land muss Geld in die Hand nehmen und vor allem jedem dieser Menschen eine Ausbildungsgarantie geben, so wie wir es als SPD schon länger fordern“, unterstrich die Abgeordnete.