Landesregierung muss ehrlich mit den Problemen der Fluglärmbetroffenen umgehen

Die Weiterstädter Landtagsabgeordnete Heike Hofmann hat die Hessische Landesregierung aufgefordert, einen „Lärmpausen-Kalender“ für den Betrieb des Frankfurter Flughafens vorzulegen. „Wenn die schwarz-grüne Koalition ehrlich und ernsthaft mit den betroffenen Menschen umgehen möchte, dann stellt dies ein Minimum zum jetzigen Zeitpunkt dar“, betonte die Abgeordnete. Es müsse von Beginn an klar sein, welche Erwartungen mit den Lärmpausen verbunden seien, was erreicht werden solle, welche und wie viele Anwohnerinnen und Anwohner davon betroffen sein werden und wo die Lärmpausen genau wirken sollen.

„Die im schwarz-grünen Koalitionsvertrag vereinbarten Ziele zur Umsetzung der Nachtruhe werfen derzeit mehr Fragen als Antworten auf“, so die SPD-Politikerin. Es dürfe nicht immer der Anschein seitens der Landesregierung vermittelt werden, dass es bei den Lärmpausen nur Gewinner gebe. „Es gibt viele Verlierer und diese betroffenen Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, wer durch die Lärmpausen, wann und wo, mehr belastet wird“, sagte Hofmann.

„Wenn die Landesregierung wirklich ein Interesse daran hätte, die Wirkung der Lärmpausen zu evaluieren und in Erfahrung zu bringen, ob eine Verbesserung für die betroffene Bevölkerung eingetreten ist, dann müsste sie die entsprechenden Gebiete definieren und die dort lebenden Menschen repräsentativ befragen“, forderte Hofmann die Landesregierung abschließend auf.