SPD fordert verlässliche Finanzierung für Frauenhäuser und Beratungsstellen durch das Land

Die rechts- und justizvollzugspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag Heike Hofmann hat zum Aktionstag „Nein zu Gewalt an Frauen“ eine „verlässliche Finanzierung der Frauenhäuser und Beratungsstellen durch das Land“ gefordert. „Das diesjährige Schwerpunktthema ‚Sexualisierte Gewalt – Vergewaltigung, das ungesühnte Verbrechen‘ bedeutet für mich vor allem die Verpflichtung, die Augen zu öffnen, aufzuklären und den Zugang zu Schutz und Hilfe für von Gewalt betroffene Frauen und ihrer Kinder zu verbessern. Eine verlässliche Finanzierung muss im Rahmen eines Sozialbudgets sichergestellt werden. Wir brauchen flächendeckend und in erreichbarer Nähe Schutz- und Beratungseinrichtungen für Frauen und ihre Kinder. Die Kapazitäten müssen sich an entsprechenden Vorgaben der EU orientieren, sie werden derzeit in Hessen nicht erfüllt“, so Hofmann.

Laut der Organisation Terre des femmes, die mit ihrer Fahnenaktion jährlich auf den Aktionstag aufmerksam macht, werde nur jeder achte Sexualtäter verurteilt. Frauen würden aus Angst oder Scham häufig keine Anzeige erstatten, der Auftritt vor Gericht werde oft zu einem weiteren Gang durch die Hölle. „Wir müssen die Betroffenen während des Gerichtsverfahrens besser unterstützen. Eine psychosoziale Prozessbegleitung kann hier helfen und Mut machen“, so die SPD Abgeordnete.

Umso wichtiger sei es gerade in Hessen, für die Zukunft eine verlässliche Finanzierung für Frauenhäuser und Beratungsstellen durch das Land festzulegen. Durch das radikale Kürzungsprogramm habe sich das Land Hessen 2003 unter den verschiedenen CDU-geführten Landesregierungen fast komplett aus der Verantwortung gezogen.