Hessen weiter Schlusslicht unter den Flächenländern

Mit dem Wort "beschämend" hat die Weiterstädter Landtagsabgeordnete Heike Hofmann das Abschneiden Hessens in einer Studie der Agentur für Erneuerbare Energien bezeichnet. "Hessen ist zum dritten Mal in Folge Schlusslicht unter den bundesdeutschen Flächenländern und liegt nur auf Platz 13 bei den Erneuerbaren Energien. Das zeigt, dass die schwarz-gelbe Landesregierung zwar von der Energiewende redet, aber kaum messbare Erfolge erzielt. Dies ist ein Armutszeugnis für unser Bundesland", kritisierte Hofmann.

"Jetzt haben es Umweltministerin Puttrich und Ministerpräsident Bouffier schwarz auf weiß, dass Hessen in Sachen Energiewende nicht richtig vorankommt. Das Scheitern von Bouffier, der sich für seinen Energiegipfel ständig selbst feiert, ist jetzt dokumentiert. Die Zahlen der Agentur für Erneuerbare Energien sprechen für sich", so die SPD-Politikerin.

Auch die Einzelergebnisse der Studie seien mehr als interessant: So sei Hessen im Bundesländervergleich bei den Anstrengungen zur Nutzung der Erneuerbaren Energien im Vergleich zu 2010 sogar noch zurückgefallen und erreiche nur Platz 11 und dies trotz eines Dreivierteljahr andauernden Energiegipfels.

"Erschreckend ist die Tatsache, dass sich Hessen bei den Anstrengungen zum technologischen Wandel nur um einen Rang auf Platz 14 verbessern konnte. Allerdings überrascht das auch nicht wirklich, da Wirtschaftminister Rentsch die dezentralen erneuerbaren Energien eher bekämpft anstatt zu erkennen, welches Potenzial für die hessische Wirtschaft darin steckt", betonte Hofmann.

Hoffungsvoll stimme die Abgeordnete, dass die Bürger Hessens weiter seien als die Landesregierung. So seien die hessischen Haushalte bundesweit Spitze in Bezug auf die Nutzung von Ökostrom.

"Die Studie belegt eindrucksvoll, dass CDU und FDP in Hessen es verpasst haben, die Ergebnisse des Energiegipfels konkret in Landesrecht zu verankern. Erst jüngst haben die Regierungsparteien sich nicht dazu durchringen können, das zwei-Prozent Ziel für Windvorrangflächen im Landesplanungsgesetz zu verankern. Das kürzlich beschlossene sehr dünne sogenannte Energie-Zukunftsgesetz reicht nicht aus, Hessen auf vordere Ränge beim nächsten Bundesländervergleich zu bringen. Erst ein rot-grüner Regierungswechsel in Hessen wird dazu führen, dass "Hessen vorn" endlich auch für die Erneuerbaren Energien gilt", unterstrich Hofmann abschließend.