Pflege in den Familien muss erleichtert werden

In der letzten Woche hat die SPD-Landtagsfraktion im Haus Waldeck das Thema Familie und Pflege mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern, der Landtagsabgeordneten und der Bürgermeisterin Gabi Winter erörtert. „Von den 90.000 Pflegebedürftigen in Hessen werden drei Viertel zu Hause gepflegt. Die meisten Pflegebedürftigen wollen so lange wie möglich in ihrem häuslichen Umfeld bleiben. Das ist auch gut so“, so die SPD-Landtagsabgeordnete Hofmann. Mit dem Haus Waldeck hat die Stadt Griesheim ein Altenwohn- und Pflegeheim, das zu den Besten in ganz Deutschland gehört. Es bietet für alle Pflegebedarfe (Vollstationär, betreutes Wohnen, Kurzzeitpflege, Tagespflege) das passende Angebot.

Das Haus Waldeck gehört zu den Pflegeeinrichtungen, das bundesweit die erste Demenzabteilung hatte. Neben flexiblen Pflegeangeboten brauche man eine bedarfsgerechte, wohnortnahe Infrastruktur wie in Griesheim, die Familien bestmöglich in der Pflege unterstütze. Bei der Diskussion wurde deutlich, dass in der Pflegebürokratie etwa im Bereich der Verhandlungen zwischen Pflegenden und den Krankenkassen, bzw. dem medizinischen Dienst, Nachbesserungen erforderlich sind. Daneben brauche man eine neue Arbeitskultur, das heißt flexible Arbeitszeitmodelle, die die Vereinbarkeit von Pflege und Arbeit ermöglichen. So müsse die 10-tägige Auszeit, die für Pflege eingeführt sei, zu einer 10-tägigen Auszeit mit einer Lohnersatzleistung ausgebaut werden. Außerdem müsste der 6-monatige Freistellungsanspruch zu einem bezahlten, flexibel nutzbaren Zeitbudget weiterentwickelt werden. Das heißt, dass der Freistellungsanspruch in verschiedene Zeitabschnitte eingeteilt werden könne. Abschließend forderte SPD-Landtagsabgeordnete Heike Hofmann, dass auch im Westkreis der Landkreis Darmstadt-Dieburg ein Pflegestützunkt errichtet werde, bei dem pflegende Angehörige Rat und Hilfe finden könnten.