Chancengleichheit in der Bildungspolitik schaffen

Als „Chance für Hessen“ hat die Landtagsabgeordnete Heike Hofmann die jüngst veröffentlichten Zahlen des statistischen Landesamtes gewertet. Danach hat jeder vierte Hesse einen Migrationshintergrund. Unter den Flächenländern hat Hessen nach Baden-Württemberg den zweithöchsten Migrantenanteil. Der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund war in den jüngsten Altersgruppen am höchsten, gut 46 Prozent der unter 5-jährigen hatten einen Migrationshintergrund. Auffallend war laut Statistischem Landesamt auch der geringe Bildungserfolg der Bevölkerung mit Migrationshintergrund, so die Abgeordnete.

„Der hohe Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund ist durchweg als eine Bereicherung anzusehen, betonte die SPD-Politikerin. „Kenntnisse in unterschiedlichen Sprachen, aber auch unterschiedliche kulturelle Hintergründe entfalten sowohl für den Einzelnen als auch für die gesamte Gesellschaft einen besonderen Nutzen. Gerade Mehrsprachigkeit ist eine wichtige Ressource im Arbeits- und Wirtschaftleben.“

Der geringe Bildungserfolg von Menschen mit Migrationshintergrund, sei aber Beleg dafür, dass sich insbesondere im Bereich der frühkindlichen Bildung, aber auch in der Bildungspolitik im Allgemeinen einiges ändern müsse, sagte Hofmann.

Grundsätzlich müssen im Bereich Bildung und Spracherwerb Integrationsmaßnahmen viel früher ansetzen. Wichtig ist außerdem nicht nur die Einführung eines integrierten Bildungssystems, der bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagsschulen sowie das Erlernen der deutschen Sprache, sondern auch die verstärkte Einstellung von Lehrerinnen und Lehrern mit Migrationshintergrund. Gerade Lehrerinnen und Lehrer mit entsprechendem Erfahrungshintergrund können Mittler gleichzeitig auch Vorbilder für die Kinder und Jugendlichen sein“, so Hofmann abschließend.