Landesregierung schränkt entgegen den Verabredungen im Energiegipfel die Ausweisung von Vorrangebieten ein

Nachdem in der heutigen Berichterstattung des Darmstädter Echos darüber informiert wurde, dass nach einem Entwurf der Hessischen Landesregierung nur noch solche Flächen als Vorranggebiete ausgewiesen werden sollen, die Windgeschwindigkeiten von mindestens 5,75 Metern pro Sekunde in 140 Metern Höhe aufweisen, Platz für mindestens drei Windräder bieten, deren Abstand mindestens 1000 Meter zur Wohnbebauung beträgt und geschützte Tierarten nicht gefährden, nimmt die zuständige SPD-Wahlkreisabgeordnete Heike Hofmann wie folgt Stellung:

Die Landesregierung schränke entgegen den Verabredungen des Energiegipfels die Ausweisung von Windflächen ein. So werde der Abstand zur Wohnbebauend mit 1000 Metern einheitlich festgelegt. „Den Bürgerinnen und Bürgern wird damit die Möglichkeit genommen, sich selbst auf eine niedrigere Schwelle zu einigen, wie dies noch in der gemeinsamen Handlungsempfehlung von Wirtschafts- und Umweltministerium vorgesehen und auch im Abschlussdokument des Energiegipfels bestätigt worden ist“, kritisierte Hofmann. Ferner sollte die Abstandsregelung weiter vor Ort in der Regionalversammlung festgelegt werden.

Hofmann begrüßte jedoch, dass verbindliche Windgeschwindigkeiten festgeschrieben worden seien. „Nur wenn die Windgeschwindigkeit hoch genug ist, lassen sich Windkraftanlagen auch für kleinere Stadtwerke und Energiegenossenschaften wirtschaftlich betreiben, während Großinvestoren auch mit schlechteren Windverhältnissen wirtschaften können“, erläuterte Hofmann abschließend.