Landesregierung verstrickt sich in schulpolitischem Hick-Hack

Heike Hofmann, Landtagsabgeordnete aus Weiterstadt, berichtet über Zweifel der SPD-Fraktion im Zusammenhang mit der zukünftigen Wahlfreiheit der Gymnasien zwischen G8 und G9. Die Landesregierung hatte hier eine entsprechende Initiative angekündigt. „Wer soll diese Koalition, diese Landesregierung eigentlich noch ernst nehmen, wenn die Kultusministerin einen knappen Monat nach ihrer Ernennung auf Druck der CDU ihre bildungspolitischen Positionen sang- und klanglos räumt“, kritisierte Hofmann.

Eine G8 mit der Verkürzung der Mittelstufe bleibe Murks, so die SPD-Politikerin weiter. Der Ministerpräsident habe in erster Linie daran gedacht, ein Wahlkampfthema zu entschärfen, weil er um die Ablehnung der Eltern wisse.

Hofmann forderte die Landesregierung auf, das Modell einer sechsjährigen Mittelstufe mit einer modularisierten, flexiblen Oberstufe ernsthaft zu diskutieren. Es sei das Modell, für das sich der Landeselternbeirat und die Landesschülervertretung ausgesprochen haben. „Wenn Sie Ihr eigenes Wort von der Wahlfreiheit ernst nehmen, dann fragen Sie Eltern und Schüler, wie der Weg zum Abitur in Hessen gestaltet werden soll“, forderte die Abgeordnete die Landesregierung abschließend auf.