Tag der Arbeit mahnt zur Durchsetzung von Mindestlohn und gleichem Lohn für gleiche Arbeit

Die Weiterstädter Landtagsabgeordnete Heike Hofmann hat den Tag der Arbeit zum Anlass genommen um auf die deutlichen Missstände am deutschen und hessischen Arbeitsmarkt hinzuweisen. "Die Zahlen aus Nürnberg sehen zwar gut aus. Sie verschleiern aber das zunehmende Ungleichgewicht am deutschen Arbeitsmarkt. Denn die Arbeitsmarktzahlen werden erheblich aus befristet und geringfügig Beschäftigten und Arbeitnehmern in Leiharbeit und mit Schein-Werkverträgen gespeist. Darüber hinaus geht die derzeitige Entwicklung an vielen Langzeitarbeitslosen vollkommen vorbei", kritisierte die SPD-Politikerin.

"Wir wollen, dass für Arbeit wieder gerechte Löhne gezahlt werden, so dass man von ihr anständig leben kann. Die SPD setzt sich dafür ein, dass der Beschäftigungsmarkt nicht in eine Zwei- bis Dreiklassengesellschaft zerfällt. Wir fordern einen gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro. Wir fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit. Wir fordern, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr diskriminiert werden dürfen, und wir fordern, dass die massive Kürzung der finanziellen Mittel für aktive Arbeitsförderung durch die schwarz-gelbe Koalition zurückgenommen werden", so Hofmann.

Auch die Hessische Landesregierung könne einen erheblichen Teil dazu beitragen, dass sich die Arbeitsbedingungen vieler hessischer Beschäftigter verbessern könnten. "In unserem Entwurf für ein hessisches Mittelstandsförderungs- und Vergabegesetz haben wir gefordert, als Vergabekriterien die Tariftreue, die berufliche Erstausbildung, die Berücksichtigung von Maßnahmen zur Förderung der Chancengleichheit von Frauen und Männern und die ILO-Kernarbeitsnormen aufzunehmen. Damit könnten Dumpinglöhne verhindert werden", so die Rechtspolitikerin Hofmann. Darüber hinaus habe sich die hessische SPD dafür eingesetzt, eine maximale Leiharbeiterquote für vom Land beauftragte Unternehmen einzuführen. Die Landesregierung habe aber beides abgelehnt, ohne eigene Vorschläge auf den Tisch zu bringen, so Hofmann.