Jugendarrestanstalt Gelnhausen steht vor großen Herausforderungen

Die Justizvollzugspolitiker der SPD-Landtagsfraktion waren diese Woche zu Gast in der Jugendarrestanstalt in Gelnhausen, um mit der Anstaltsleitung und dem Anstaltsbeirat Gespräche über die Neuerungen der Jugendarrestanstalt zu führen.

Ab Anfang 2013 soll dort für ganz Hessen der Jugendarrest vollzogen werden. Mit dem Neubau sollen dann 74 Plätze vorgehalten werden können. „Hier in Gelnhausen wird von den Bediensteten hervorragende Arbeit geleistet, um Jugendliche von der schiefen Bahn wieder auf den richtigen Weg zu bringen“, so die rechts- und justizvollzugspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann.

„Um einen guten Arrest in Hessen zu vollziehen, braucht die Anstalt heute und in Zukunft ausreichendes Fachpersonal“, so Hofmann. Deshalb müsse etwa die halbe Psychologenstelle auf eine volle Stelle ausgebaut werden, da die psychischen Auffälligkeiten bei den Jugendlichen zugenommen hätten. Zudem müsse auch der allgemeine Vollzugsdienst und die weiteren Fachdienste wie der Sozialdienst maßvoll angepasst werden.

Über 1100 Vollstreckungsersuchen müssten jährlich abgearbeitet werden. Die Arrestanten seien zwischen 14 und 29 Jahre alt, der überwiegende Teil davon sei männlich. Mit einen strukturierten Tagesablauf, zahlreichen therapeutischen und sportlichen Angeboten gehen die Jugendlichen in Gelnhausen auch handwerklichen Arbeiten nach.

„In der Diskussion um ein hessisches Jugendarrestgesetz wird sich die SPD insbesondere dafür einsetzen, dass die Jugendarrestanstalt in Gelnhausen genügend Flexibilität und Freiräume erhält, um erzieherisch adäquat auf die Jugendlichen einwirken zu können“, so Hofmann.