Vorfall in der JVA Dieburg muss eingehend untersucht werden!

Die justizpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann sieht den heute bekannt gewordenen Vorfall in der JVA Dieburg „dringenden Aufklärungsbedarf“. „Geklärt werden muss vor allem, ob der verletzte Häftling tatsächlich über mehrere Tage vollständig unversorgt geblieben ist. Auch über die genauen Umstände der Überwältigung muss das Justizministerium dringend im zuständigen Ausschuss Bericht erstatten“, so die SPD-Politikerin.
Laut Berichterstattung von SPIEGELONLINE und hr-online hat ein Häftling in der JVA Dieburg mehrere Tage unversorgt mit einem gebrochenen Arm in seiner Zelle gesessen. Der Anwalt des Häftlings habe nun Strafanzeige gegen die zuständigen Mitarbeiter gestellt. Nach Angaben der beiden Medien, habe das Justizministerium berichtet, der Gefangene habe vor eineinhalb Wochen im Gefängnis randaliert. Als er von einem Beamten überwältigt wurde, habe er sich bei einem Sturz den Arm gebrochen und die Schulter ausgekugelt. Die notwendige Operation fand aber den Angaben zu Folge erst an diesem Montag statt. Die Anstaltsleitung begründet dies laut den Berichten damit, dass der Häftling die für eine Operation notwendige Einwilligung nicht unterzeichnet habe. Die Zwischenzeit habe der Häftling in seiner Zelle verbracht.