Verbesserung der Tierheim-Situation ist nun Anliegen aller Fraktionen

Die Weiterstädter Landtagsabgeordnete Heike Hofmann hat die im Umweltausschuss erzielte Einigung auf ein gemeinsames Vorgehen der Fraktionen zur Verbesserung der Tierheim-Situation in Hessen begrüßt. "Ich freue mich, dass es gelungen ist, die Lage der Tierheime im Hessischen Landtag endlich zur überfraktionellen Sache zu machen. Nach über 1,5 jährigen Verhandlungen appellieren die Landtagsfraktionen CDU, SPD, FDP und Grüne nun gemeinsam an die Landesregierung, den Hessischen Tierheimen und dem ehrenamtlichen Tierschutz zur Seite zu springen", sagte die SPD-Politikerin. Damit werde ein langjähriges Anliegen der SPD-Fraktion Realität. Alle Parteien forderten die Landesregierung nun auf, insbesondere für die Einrichtung einer Hessischen Tierhilfestiftung unter finanzieller Beteiligung der Hundewirtschaft Sorge zu tragen, mit den Spitzenverbänden eine Mustersatzung für die finanzielle Unterstützung der Tierheime vor Ort zu entwickeln, sowie für die Hundekunde bei den Ersthundehaltern zu sorgen. Letzteres um Tierheimabgaben wegen Überforderung der Halter vorzubeugen.
Nicht einigen konnten sich die Fraktionen auf die SPD-Forderung nach einer Chip-Pflicht für alle Hunde, eine Maßnahme die dem illegalen Hundehandel sowie dem illegalen Aussetzen von Hunden vorbeugt. Ebenso ausgespart wurde die Frage, ob es in Hessen nicht doch nach dem Vorbild anderer Länder zu einem modernen Hundegesetz kommen sollte, berichtete die Rechtspolitikerin Hofmann.
Die Abgeordnete sieht trotzdem in der gelungenen Einigung einen großen Hoffnungsschimmer für die derzeit rund 44 Tierheime in Hessen: "Wenn erst einmal alle Parteien gemeinsam zur Einsicht gelangt sind, dass der ehrenamtliche Tierschutz nicht alleine gelassen werden darf, dann ist das ein erster vernünftiger Schritt für den schrittweisen Aufbau der notwendigen Unterstützungsmaßnahmen", so Hofmann abschließend.