Mit dem Haus des Jugendrechts wurde eine SPD-Idee verwirklicht

Die rechtspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Heike Hofmann begrüßt die Eröffnung des Haus des Jugendrechts ganz nachdrücklich. "Wir freuen uns, dass die CDU hier unserem Antrag aus dem Jahr 2007 gefolgt ist", sagt Hofmann, die sich seit Jahren intensiv für das Projekt eingesetzt hatte.
Hofmann wies darauf hin, dass durch die immer noch viel zu lange durchschnittliche Verfahrensdauer in Jugendstrafsachen das Haus des Jugendrechts eine wichtige Einrichtung sei. Gerade beim Jugendschöffengericht, wo schwere Straftaten und Gewaltkriminalität verhandelt würden, läge die Dauer etwa der durch Urteil erledigten Verfahren mit 5,7 Monaten deutlich höher als noch 2003 m, mit damals 4,5 Monaten. "Es ist nachgewiesen, dass möglichst zeitnahe Interventionen deutlich abschreckendere Wirkungen auf Jugendliche haben", so die SPD-Politikern. Angesichts der dramatischen Entwicklungen der Jugendkriminalität, seien hier Maßnahmen und neue Ansätze bitter nötig. "Die Anzahl der Delikte im Bereich gefährliche und schwere Körperverletzung sind seit 2003 um 38 Prozent gestiegen", so die Rechtspolitikerin. Körperverletzungsdelikte nach §223 StGB seien sogar um 64 Prozent gestiegen.
Handlungsbedarf sieht Hofmann darüber hinaus in Nordhessen. "Mit Wiesbaden und ab kommendem Frühjahr auch Frankfurt sind Häuser des Jugendrechts nur im Süden des Landes geplant." Doch auch im Norden Hessens gebe es Probleme mit Jugendkriminalität. "Hier muss die Regierung handeln und das Modell auf ganz Hessen ausdehnen", so Hofmann abschließend.