Kinder und Jugendliche müssen lernen, kompetent mit neuen Medien umzugehen

Die Weiterstädter Landtagsabgeordnete Heike Hofmann fordert eine "vernetzte und qualifizierte Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen in Hessen". Nicht nur das Internet, auch populäre Anwendungen wie „schülerVZ“ oder „Facebook“ würden heute maßgeblich zur Meinungs- und Willensbildung junger Menschen beitragen. "Deshalb ist es wichtig, dass Kinder und Jugendliche lernen, kompetent mit neuen Medien umzugehen verstehen", stellte die SPD-Politikerin, die rechtspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, einen Gesetzentwurf der SPD-Fraktion zur Förderung von Medienkompetenz vor.
Nach aktuellen Studien chatten, skypen und mailen 46 Prozent der befragten Jugendlichen während ihrer Onlinezeit. 91 von 100 Nutzern seien täglich oder mehrmals wöchentlich online. Müssten Informationen für Schule oder Hausaufgaben überprüft werden, wähle der größte Teil der Jugendlichen Internetseiten von Zeitungen und Zeitschriften. Wikipedia oder Google seien zu Trägern von Freizeitaktivitäten als auch Trägern von Bildungsprozessen geworden, so Hofmann.
"Unser Gesetz zur Förderung der Medienkompetenz sieht deshalb eine Bündelung der medienpädagogischen Aktivitäten der Hessischen Landesregierung vor", erläuterte die Abgeordnete. Diese Aufgaben sollen auf die Landesanstalt für Privaten Rundfunk (LPR) übertragen werden. Zudem solle der Hessische Rundfunkrat künftig einen zusätzlichen Ausschuss zur Förderung der Medienkompetenz im privaten Rundfunk einrichten. Der Rundfunkrat soll um einen Sitz erweitert werden. "Wir fordern, dass auch der Landesschülersprecher in diesem wichtigen Gremium einen Platz findet", betonte die Politikerin.
Im Rahmen der Förderung der Medienkompetenz ist auch eine Änderung des Hessischen Lehrerbildungsgesetzes geplant. Hiermit werde der Bedeutung der Medienkompetenz in der Lehrerbildung Rechnung getragen. "Nur wenn Lehrkräfte entsprechende Kenntnisse haben, kann die Vermittlung von Medienkompetenz in den Schulen gut gelingen", so Hofmann abschließend.