Sechs Punkte für eine höhere Sicherheit unserer Kinder

Sechs Punkte für entschlossenes und konzentriertes Handeln gegen sexuellen Missbrauch von Kindern fordert die SPD-Landtagsfraktion ein, wie die Abgeordnete Heike Hofmann erläutert. Aus Anlass der in den vergangenen Wochen bekannt gewordenen Missbrauchsfällen in kirchlichen und anderen Einrichtungen sei es dringend erforderlich zunächst und vor allem schonungslose Aufklärung in jedem einzelnen Fall, sowohl in Bezug auf beteiligte Personen als auch Institutionen, zu leisten. Jeder, der sich in diesem Zusammenhang einem Versäumnis schuldig gemacht hat, müsse mit seiner Verantwortung konfrontiert werden und die Konsequenzen seines Handelns oder Nichthandelns tragen, so die Abgeordnete.
Darüber hinaus müsse jede betroffene Institution sich ihrer Verantwortung stellen und ihre inneren Strukturen überprüfen, die zum Entstehen dieser unerträglichen Situationen beigetragen haben sowie aus dieser Analyse die notwendigen Konsequenzen ziehen. „Die Rolle und die Funktionsfähigkeit der staatlichen Organe, denen es besonders aufgegeben ist, über das Wohl unserer Kinder zu wachen, muss ebenfalls genau untersucht werden. Sind die Staatlichen Schulämter, die anderen Schulbehörden, die Jugendämter tatsächlich personell und fachlich so gerüstet, dass sie ihr Wächteramt auch umfassend wahrnehmen können“, fragte die SPD-Politikerin weiter.
Zugleich müssen endlich die Anstrengungen im Bereich der Prävention deutlich verstärkt und konkreter ausgerichtet werden. Jede Einrichtung der Jugendhilfe, jede Schule, jede gesellschaftliche Organisation oder Institution muss das Thema als ‚ihr‘ Thema begreifen, muss akzeptieren, dass auch sie selbst nicht verschont bleiben mag und muss ihre eigenen Frühwarnsysteme und Interventionsstrategien entwickeln, erläuterte die Abgeordnete die Forderung ihrer Fraktion.
„Weil damit natürlich auch die Anforderungen an die bestehenden Beratungsstellen steigen, müssen diese personell und finanziell in die Lage versetzt werden, diesen gewachsenen Anforderungen auch gerecht zu werden. Entscheidend und besonders drängend ist aber die Beratung und Hilfe für die Opfer, denen zuallererst unsere Aufmerksamkeit gebührt“, so Hofmann abschließend.