SPD will Vermögenssteuer wieder einführen

?Die Wiedereinführung der Vermögensteuer ist geboten, um in Deutschland mehr Steuergerechtigkeit zu schaffen?, erläuterte die Weiterstädter Landtagsabgeordnete Heike Hofmann die Position ihrer Partei.
Wissenschaftliche Untersuchungen – unter anderem des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) – hätten gezeigt, dass in Deutschland Vermögende nur gering zum Steueraufkommen heranzogen werden. So erbrächten laut DIW vermögensbezogene Steuern in Deutschland nur ein Aufkommen von 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Das sei weniger als die Hälfte des Durchschnitts im Vergleich zu den wichtigsten Industrieländern ? so das DIW.
Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) forderte Deutschland deshalb auch vor wenigen Wochen auf, höhere vermögensbezogene Steuern zu erheben, um die Belastung der Arbeitseinkommen durch Sozialabgaben zu senken. Genau dieses Ziel verfolge auch die SPD, so Hofmann weiter.
Wer – wie die CDU – den Befürwortern der Vermögenssteuer eine ?Neidkultur? unterstelle, verkenne völlig die Motivation der Befürworter, denen es um Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit gehe und die sich mit der Frage befassten, wer den Staat und seine Leistungen finanzieren solle. ?Dass sich CDU und FDP als Schutzschild für Vermögende und Superreiche in Deutschland aufbauten, macht deutlich, wessen Interessen sie vertreten?, so die SPD-Politikerin.
Die SPD wolle mit ihrer Forderung nach Wiedereinführung der Vermögenssteuer jene beim Steueraufkommen heranziehen, die dazu in der Lage sind, weil sie über erhebliche finanzielle Ressourcen verfügen, betonte die Abgeordnete abschließend.