Resozialisierung muss an erster Stelle stehen

?Das Resozialisierungsgebot steht für uns Sozialdemokraten an oberster Stelle?, sagte heute die SPD-Sprecherin für den Justizvollzug, Heike Hofmann, und kritisierte damit den von Justizminister Hahn vorgelegten Entwurf für die Veränderung des Erwachsenenvollzugs und der Untersuchungshaft.

Entgegen der schwarz-gelben Pläne müssten die Möglichkeiten des offenen Vollzugs ausgeweitet werden, weil es wichtig sei, dass die Gefangenen nach Abbüßen ihrer Haftstrafe wieder ein ordentliches, straffreies Leben in Freiheit führen könnten. Dies müsse gut vorbereitet werden. Nur hohe und dicke Mauern um Häftlinge zu bauen, führe dauerhaft und auf längere Sicht nicht zu mehr Sicherheit für Bürgerinnen und Bürger.

20 Stellen mehr im Justizvollzug der Erwachsenen sei ein erster Schritt, aber beim vorhandenen Personalnotstand nur ein ?Tropfen auf den heißen Stein?, so Hofmann.
Die SPD-Rechtspolitikerin kündigte für die Zeit nach der Sommerpause eigene SPD-Entwürfe zum Erwachsenenstrafvollzug und zur U-Haft an.