Heike Hofmann, MdL
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Meldung:

10. November 2017

Echte Gebührenfreie Bildung von Anfang an!

SPD Weiterstadt
Echte Gebührenfreie Bildung von Anfang an!

Bei einer Veranstaltung der SPD-Landtagsfraktion und gemeinsam mit der SPD Weiterstadt im Foyer des Bürgerzentrums Weiterstadt wurde die Position der SPD in Hessen zur echten gebührenfreien Bildung deutlich. „Im Unterschied zur Landesregierung will die SPD in Hessen die echte Gebührenfreiheit für Bildung von Anfang an. Das bedeutet für uns, dass wir nicht nur sechs Stunden gebührenfrei stellen wollen, sondern vor allen Dingen im Kindergartenbereich ganztags die Gebührenfreiheit in 2018 und für die Betreuung der unter Dreijährigen eine ganztägige Freistellung ab 2019 sicherstellen wollen. Dazu kommt die Entlastung der Kommunen mit Übernahme von 2/3 der Betriebskosten durch das Land.“, so die hessische SPD-Generalsekretärin Nancy Faeser.

Das SPD Konzept sieht vor, dass in einem Stufenplan schrittweise die Gebühren für die Eltern im Kindergarten und in Krippen entfallen sollen. „Für uns ist besonders wichtig, dass im Kindergartenbereich ganztags die Gebühren entfallen und dann im Krippenbereich im weiteren Schritt die letzten Gebühren fallen. Damit entlasten wir die Familien und die Kommunen. Wir wollen auch die Qualität in der frühkindlichen Bildung weiter verbessern“, so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Weiterstädter Landtagsabgeordnete Heike Hofmann.

Das ist der große Unterschied zu dem Vorschlag der Landesregierung, die mit ihrer Gebührenfreistellung die Kommunen zusätzlich belastet. Für Weiterstadt werden zusätzliche Belastungen für die Stadt in Höhe von 100.000 Euro pro Jahr für die 6 Stunden Gebührenfreistellung beziffert.

Die SPD hingegen will die Gebührenfreiheit aus ordinären Landesmitteln finanzieren. „Der Ansatz der Landesregierung entspricht auch nicht der Lebenswirklichkeit vieler Familien und Frauen. 70 % der Kinder sind nämlich ganztags angemeldet, das heißt sie brauchen auch einen Ganztagsplatz. Deshalb ist die Gebührenfreistellung gerade für den ganzen Tag von so hoher Bedeutung.

Der SPD in Hessen ist auch die Steigerung der Qualität in Kindertagesstätten und in der frühkindlichen Bildung besonders wichtig. Deshalb will sie die Ausfallzeiten in den Kindertagesstätten erhöhen, die Kindertagesstätten-Leitungen entlasten und auch anders als bei dem sogenannten Kinderförderungsgesetz die Kindertagesstätten passgenauer fördern.

In der Diskussion mit dem Schulelternbeirats-Vorsitzenden der Albert-Dürer Schule, Joachim Ackermann, wurde deutlich, dass auch die Qualität in den Schulen weiter verbessert werden muss: „In Anbetracht der neuen globalen Herausforderungen und deren Auswirkungen auf unsere Gesellschaft, muss Schule neu gedacht werden“, so Ackermann.

„Insbesondere die Inklusion muss vom Land Hessen weiter gefördert werden. Die Schulen dürfen mit dieser Herausforderung nicht alleine gelassen werden“, so die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Heike Hofmann. „Im Gegenteil, auch der Ganztagbereich muss weiter ausgebaut werden, deshalb wolle die SPD 50 zusätzliche Lehrerstellen in diesem Bereich in den Landeshaushalt 2018/19 einstellen. Auch die Digitalisierung in den Schulen müsse weiter forciert werden. Es müsse insbesondere bei den Lehrern bei der Aus- und Fortbildung die Medienkompetenz verstärkt werden.“

Für die Stadt Weiterstadt unterstrich Monika Wilhelm (Fachbereichsleiterin Gesellschaft und Bildung der Stadt Weiterstadt) die Notwendigkeit von Gebührenbefreiung, um alle Kinder möglichst früh in ihrer Entwicklung zu begleiten. „In Weiterstadt sind wir im Bereich der frühkindlichen Bildung, aber auch was den Bildungsstandort generell anbelangt, auf einem sehr guten Weg“, so Wilhelm. Sie erinnerte daran, dass in der Stadt Weiterstadt bereits seit Anfang 2000 der Bildungsbeirat aktiv ist, welcher die Kommunikation zwischen den Bildungsinstitutionen sichert und für gute Übergange für die Kinder sorgt. Im Weiterstädter Bildungsgesamtplan vereinbarten alle miteinander, Grundsätze und Absprachen zu mehr Chancengerechtigkeit. Kinder, Jugendliche und ihre Familien können über diese Vernetzung besser gefördert werden. Der Bildungsbeirat gründete in späteren Jahren das Kompetenzzentrum, das Kreis-, Landes- und Bundesweit Ganztagsschulentwicklung und zur Qualität in der frühen Bildung berät.

Heike Hofmann, MdL

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